Nur wer flexibel ist, überlebt
Im Nachhinein stellt sich die Zeit der großen Wirtschaftskrisen und des Aufkommens der extremen Ideologien als eine Phase der Konsolidierung für die Industrie dar. Hans Hoffmann zeigte sich in dieser Zeit als unglaublich vielseitiger Konstrukteur. Fast alle Produkte, ob für die Lebensmittelindustrie, die Elektroindustrie, die Automobilindustrie, die Luftfahrtindustrie oder andere Industriezweige waren Neuentwicklungen. Dabei waren die Spezialanlagen aus dem Hause Hoffmann aufwändige, nicht nur technisch zeitgemäße, sondern auch gestalterisch anspruchsvolle Gesamtlösungen.
Schon bald nach der Gründung war Frieda Hayka, Hans Hoffmanns spätere Ehefrau, in die Firma eingetreten. Seit der Hochzeit im Dezember 1929 stand ihm die gelernte Bankkauffrau bei der Betriebsführung zur Seite. Als Leiterin der kaufmännischen Abteilung war Frieda Hoffmann noch bis 1980 in der Geschäftsführung tätig.
1931 gewann die Firma mit der Deutschen Lufthansa einen weiteren wichtigen Kunden. Auch hier war wieder Vielseitigkeit gefragt: Treibstoffe und Öle für die Flugzeuge mussten gereinigt und aufbereitet, Motoren gewartet und vor dem Start angewärmt werden. Hoffmann schuf stationäre und mobile Anlagen für Flughäfen, baute aber auch Vorrichtungen für Flugzeug-Mutterschiffe wie z.B. die "Friesenland", auf denen Flugzeuge bei Überseeflügen betankt wurden.
Mit seinem Entwurf des Firmenlogos schuf Hans Hoffmann 1934 ein einprägsames Qualitätssiegel, das bis heute Bestand hat.
1938 wurde die einzige Tochter Erika geboren. Sie war seit 1962 mit dem Studiendirektor Ludwig Stell verheiratet und lebte mit ihrer Familie in Münster. Ihre Kinder Hans-Ludwig und Monika leben als Architekt und Geographin in Münster; ihr Sohn Thomas Stell führt seit 1994 das Familienunternehmen Hans Hoffmann weiter.